Die Funktionsweise unserer Augen ist vergleichbar mit der einer Kamera. Wie bei einer solche befindet sich vorn am Auge eine Linse die durch einen Muskel an ihrem Platz gehaltene wird. Wenn wir uns nun unterschiedlich entfernte Gegenstände anschauen, stellt sich deren Brennweite entsprechend auf die Entfernung ein. Die Belichtung wird durch Ausdehnen und Zusammenziehen der bunten Iris - auch Regenbogenhaut genannt - beeinflusst, die den Lichteinfall reguliert.

Die innere Seite des Augenhintergrundes ist mit der Netzhaut (Retina) ausgekleidet, welche die gleiche Aufgabe hat wie lichtempfindliches Filmmaterial in einer Kamera. Wenn das Auge entspannt in Ruhestellung auf weiter entfernte Gegenstände glickt, fallen die Lichtstrahlen auf die Netzhaut (Retina) und die erforderliche Brennweite wird eingestellt. Sehen wir z. B. anschließend auf einen nur zwei Meter entfernten Gegenstand, muss sich die Linse durch den umgebenden Muskel (Ciliarmuskel) auf die neue Situation einstellen. Diesen Vorgang nennt man dann Akkomodation.

Unsere Netzhaut die nicht stärker als 0,4 mm ist, wandelt ähnlich wie ein Belichtungsmesser die Lichtstrahlen in elektrische Energie und diese dann wiederum in kodierte Impulse die an das Gehirn übermittelt werden. Das einfallende Bild durch die Linse wird also von der Netzhaut an das Gehirn übertragen; d. h. die elektrischen Impulse wandern von der Netzhaut über die Sehnerven bis zu jenem Gehirnzentrum das für unser Sehen zuständig ist. Die elektrischen Impulse werden dabei in einem komplizierten Vorgang umgedreht, so das die rechte Gehirnhälfte alles sieht, was wir auf unserer Linken und die linke Gesichtshälfte alles was wir zu unserer Rechten sehen, wahrnehmen.


Da unsere Augen synchron arbeiten, senden sie zwei nahezu identische Bilder an das Gehirn, das die beiden dann zu einem einzigen geistigen Bild zusammenfügt. Wie in einer Kamera erscheint das Bild auf der Netzhaut verkehrt - wird aber von unserem Gehirn sofort umgedreht, so das wir alle Bilder wieder aufrecht sehen können. Für den stereoskopischen Effekt ist ein geringfügiger Unterschied zwischen den Bildern  - das dreidimensionale Sehen  notwendig. Man kann dieses Phänomen mit Hilfe eines kleinen Tests ausprobieren indem man zuerst mit dem einen und anschließend mit dem anderen Auge auf einen Quader, z. b. eine kleine Schachtel blicken. Dabei werden Sie feststellen, dass sich die beiden Bilder, die Sie mit ihrem rechten bzw.  ihrem linken Auge sehen, tatsächlich geringfügig voneinander abweichen.

Krankhafte Veränderungen an den Augen sind vielfältig und werden sehr häufig nicht rechtzeitig bzw. zu spät und beeinflussen den Seheindruck massiv.

Wir möchten Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Augenkrankheiten und Erblindungsursachen geben.

Sehbehinderung im Alltag



Dieses Video wurde bereitgestellt von der: Woche des Sehens