Der Glaukomanfall stellt immer ein Notfall dar. Die Sympthome lassen nicht unbedingt an einen heftigen Druckanstieg im Auge schließen, sodaß es durch aus vorkommen kann, das ein Notarzt diese als "etwas ganz anderes" einordnet und damit das Augenlicht in Gefahr ist.

Beim Glaukomanfall in seiner stärksten Ausprägung hat ein Glaukompatient folgende Sympthome:

  • Starke Augen- und Kopfschmerzen, die bis in die Brust und den Arm ausstrahlen können.
  • Plötzliche Sehverminderung durch Nebelsehen und das Sehen von Lichthöfen, den sog. farbigen Ringen um Lichtquellen herum, bis zur Erblindung gehend.
  • Übelkeit und Erbrechen

Beim Abtasten des Auges, fühlt dieses sich "steinhart" an und man hat dabei starke Schmerzen, wie es in den Lehrbüchern für Augenheilkunde steht.

Oft tritt der Anfall während der Nacht auf, man wacht dann mit den Augen- und Kopfschmerzen aus und stellt das schlecht Sehen erst im Bad fest. Das Auge ist hierbei stark gerötet, teils sogar blutunterlaufen.

Meist kommt es vor dem dramatischen Anfall zu passagerem Schleiersehen und den farbigen Ringen um das Licht herum. Augen- und Fremdkörpergefühl; das sin Druckerhöhungen ohne Ausbildung des vollen Anfalls.

Vereinfacht lässt sich dieser Notfall in drei Worten beschreiben:

Schmerzhafte Sehminderung mit hartem Auge!

Dies gilt nur für den Glaukomanfall! Offenwinkelglaukome entwickeln sich nicht zu einem Anfall! Anfälle treten meist doppelseitig auf und nicht zur gleichen Zeit. Deshalb raten viele Glaukom-Spezialisten zu einer prophylaktischen Iridotomie am anderen Auge, da sich mit dieser Methode der eine oder andere Anfall verhinden lässt.

Das Tragische an einem Glaukomanfall ist, das es keine rechten Sympthome gibt. Evtl. können auftreten:

  • leichte sehstörungen
  • Unsicherheiten beim Erkennen von Gegenständen, Personen usw.
  • geringer Stirnkopfschmerz

Ist der Druck lange unbemerkt hoch, entwickeln sich die bekannten Gesichtsfeldausfälle, der Patient merkt, dass mit seinem Sehen etwas nicht stimmt und geht erst dann zum Augenarzt. Wenn der Augenarzt bei der Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie) Ausfälle fest stellt, so sind diese schon mindestens 6 Jahre vorhanden.