Mobilitätstraining

Ansprechpartner für das Orientierungs- und Mobilitätstraining sind die örtlichen Blindenverbände des DBSV. Eine Verordnung für O & M - Training kann man sich von seinem Augenarzt verschreiben lassen. Dieses Rezept reicht man anschließend bei seiner zuständigen Krankenkasse ein und bekommt nach einigen Wochen oder auch Monaten - jenachdem wielange der Medizinische Dienst der Krankenkassen zur Bewilligung benötigt, Antwort und die Kontaktadresse von einem Mobilitätstrainer. Es ist für viele Sehbehinderte leichter, wenn man die Grundbegriffe der Langstocktechnik noch mit einem Sehrest erlernt. Je früher desto besser. 


Es gibt zwar in Deutschland keine Kennzeichnungspflicht, doch viele Menschen glauben das der kleine gelbe Button mit den drei schwarzen Punkten als Kennzeichnung auf der Straße ausreicht - ein fataler Irrtum, der schnell teuer werden kann.

Menschen, die sich aufgrund ihres herabgesetzten oder fehlenden Sehens nicht mehr sicher im Straßenverkehr bewegen können, sollten Vorsorge treffen, dass sie gut sichtbar gekennzeichnet sind. Ziel ist es, die Gefahr für die eigene Sicherheit aber auch für die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer zu minimieren.


Nur bei ausreichender Kennzeichnung kann erwartet werden, dass andere Verkehrsteilnehmer in erhöhtem Maße Rücksicht nehmen.

Zwar besteht keine Kennzeichnungspflicht im eigentlichen Sinne. So fehlen im entscheidenden Paragraphen (§ 2 der Fahrerlaubnisverordnung) z.B. konkrete Visuswerte o.ä. nach denen man sich richten könnte. Die Einschätzung, ob noch sicher am Straßenverkehr teilgenommen werden kann, ist jedem Betroffenen selbst überlassen.

Kommt es jedoch bei fehlender Kennzeichnung zu einem Schadensfall, muss mit ernsten zivilrechtlichen Konsequenzen gerechnet werden, da von den Gerichten zunächst von einem Fehler des blinden oder sehbehinderten Menschen ausgegangen wird.

Folgende Alternativen der Kennzeichnung gibt es:

  • Zwei gelbe Armbinden mit drei schwarzen Punkten
  • Blindenhund in weißem Führgeschirr
  • Weißer Blindenlangstock
Wichtig: die häufig vorzufindenden gelben Plaketten oder Anstecker mit drei schwarzen Punkten reichen in keinem Fall für eine ordnungsgemäße Kennzeichnung aus!

Wenn eine (normalsichtige) Begleitperson für die Sicherheit des sehbehinderten Verkehrsteilnehmers sorgt, kann von einer Kennzeichnung abgesehen werden. Allerdings haftet die Begleitperson im Schadensfall, wenn eine Kennzeichnung objektiv nötig gewesen wäre aber unterblieben ist.

Quelle: www.blindundmobil.de

www.rehalehrer.de 

www.blindundmobil.de 

www.weisserstock.de

Sicherheitswesten für Sehbehinderte und Taubblinde

Mit dem Start der dunklen Jahreszeit begann für viele sehbehinderte und blinden Menschen ein herausfordernder Jahresabschnitt:
Viele Betroffene haben große Schwierigkeiten bei der Fortbewegung bei diesen Lichtverhältnissen, werden von den Scheinwerfern entgegenkommender Fahrzeuge geblendet, fürchten das nicht-gesehen-werden durch andere Verkehrsteilnehmer, etc…


Sicherheitsweste von Sehwerk bei Dunkelheit

Dieses Video wird bereitgestellt von www.sehwerk.com

Quelle: www.sehwerk.com

* Der Ersteller dieser Webseite trägt selbst so eine Sicherheitsweste zusätzlich zum Blindenlangstock auf der Straße bei schlechten Lichtverhältnissen. Man wird mir dieser Sicherheitsweste einfach besser gesehen als nur mit dem Langstock alleine.