Vordere Uveitis aus Sicht des Augenarztes an der SpaltlampeDieser Begriff umfasst verschiedene entzündliche Krankheiten im Augeninneren. Man unterscheidet eine vordere, mittlere, hintere sowie eine Panuveitis.

Gemeinsam ist ihnen, dass sich dabei Teile der Uvea (Gefäßhaut) entzünden, die sich aus der Regenbogenhaut (Iris), dem Ziliarkörper (Strahlenkörper) und der Aderhaut (Choroidea) zusammensetzt.

Zu den Symptomen zählen neben einer schmerzhaften Lichtempfindlichkeit und Sehverschlechterung durch Augenrötung, Verschwommen sehen, sehen von schwarzen Flocken und Punkten, sowie vermehrter Tränenfluss.

Manche Uveitis-Formen können durch Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten ausgelöst werden. Nicht selten entwickelt sich eine Uveitis im Gefolge anderer Systemerkrankungen wie beispielsweise rheumatische Erkrankungen. Die Behandlung einer Uveitis erfolgt in Abhänigkeit von der Schwere und dem Verlauf. Oft kommt man mit kortisonhaltigen Augensalben, ggf. im Kombination mit kortisonfreien Entzündungshemmern in Form von Augensalben und Tropfen aus.


Was sind die Warnzeichen einer Uveitis? 

     - Schmerzen im Bereich des Auges

     - Verschlechterung der Sehleistung
     - Unscharfes Sehen
     - Verschwommenes Sehen
     - Nebliges Sehen
     - Schwarze Punkte und/oder Rußflocken im Gesichtsfeld

Wenn Sie kleine Punkte in Ihrem Gesichtsfeld bemerken, sollten Sie diese Erscheinung unbedingt ernst nehmen!


Durch das unscharfe Sehen ist es sehr gefährlich mit einer Uveitis Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen. Der kritische Faktor bei der Bekämpfung einer Uveitis ist die Zeit.

Innerhalb von 24 Stunden sollte man einen Augenarzt aufsuchen oder sich in der Notfallambulant einer Augenklinik vorstellen.Hintere Uveitis Chorioretinitis aus Sicht des Augenarztes an der Spaltlampe

Die Medikamente vom Augenarzt sind darauf abgestimmt die Entzündungszellen im Auge zu bekämpfen. In vielen Fällen muss auch noch eine Facharzt für Rheumatologie zu Rate gezogen werden, da als Ursache eine Rheumatische Erkrankung verantwortlich sein kann.

Durch die Entzündung verklebt die Iris mit der Linse und das Kammerwasser kann nicht abfließen. Durch diesen Stau des Kammerwassers erhöht sich der Druck im Auge. Dadurch kann der Sehnerv dauerhaft geschädigt und die Form der Pupille verzogen werden.
     

Bildquelle: Berufsverband der Augenärzte